Haus bauen, Kind zeugen, Baum pflanzen… Generationen-, oder Geschlechterfrage?

23. Oktober 2010
By devahmarie

Mich lässt nicht los, dass es scheinbar einen wesentlichen Unterschied zwischen Mann und Frau gibt, wenn es um Beruf und Karriere geht. Ist doch komisch – warum kenne ich genügend Männer meiner Generation, die nicht wenig, oder schließlich so viel verdienen, dass sie sich ohne Probleme schon jetzt, oder zumindest innerhalb der nächsten zehn Jahre, von ihrem Einkommen eine Eigentumswohnung leisten können. Ich kenne nicht eine Frau aus meiner Generation, der es so geht!

- Ich werde nur zynisch gefragt, ob ich nun, nach meinen vielen Ausbildungen im künstlerischen- und sozialen Bereich, nicht auch ein Kind bekommen wolle, dies sei doch schließlich dran.-

Von den Männern wird eine steile Karriere erwartet und wo es nur geht diese Entwicklung unterstützt. Mir wird ein Kind geraten. Es ist, als hätte sich in den letzten Jahrzehnten nichts in unserer Gesellschaft geändert. Ist Frau also selber schuld, wenn sie keinen Millionär heiratet? Wäre anscheinend dies das von einer “erfolgreichen” Frau erwartete: für die Kinder auf diese Weise aus zu sorgen! Nein, natürlich würde dies kaum jemand zugeben, aber eine Frau, die keine Kinder bekommt und versucht sich statt dessen ein eigenes Haus zu erarbeiten wird anscheinend noch immer eher bemitleidet. Die Frau dagegen, die “es sich leisten kann” in einem großen Haus zu wohnen, Sport zu machen, wöchentlich bei der Pediküre zu sitzen, einen Burberry-Mantel zu tragen, ihre Kinder in eine ordentliche Kita zu geben und ihrem Leben nebenbei einen Sinn durch soziale-, oder künstlerische Betätigungen zu geben, die wird bewundert.

Ich frage mich, wie wichtig der Faktor der Selbstverwirklichung in diesem Konflikt ist!

Ich selber jedenfalls stelle meine Selbstverwirklichung an oberste und erste Stelle. Wenn es sein müsste währe ich bereit eine fünfte Ausbildung zu machen oder das zehnte Praktikum, wenn dies mich zu der Tätigkeit führen würde, bei der ich mich verwirklichen kann und all meine Fähigkeiten und Interessen einsetzen.

Ist dies generations-, oder geschlechtsbedingt?

- Würde ein Mann so denken?

-Wird nicht ein Mann der im Sozialen tätig ist eher belächelt, …weil es anscheinen nie sein Ziel war “das Haus zu bauen”, sonst wäre er schließlich nicht in den sozialen Bereich gegangen….

Führt dies zur Thematik der Generation-Praktikum, oder zum heiß diskutierten Frauen-Karriere-Problem unserer Gesellschaft? Oder ist in einer Generation, die eh nur Praktika und keine Jobs bekommt die Selbstverwirklichungsfrage erst durch diesen Umstand gewachsen?

Ich jedenfalls habe gelernt, dass der Job das Leben ist,  man also nur das tun sollte, was einen vollkommen erfüllt!

….ich rate jedem seiner Aufgabe zu folgen! Sich selbst zu verwirklichen, das ist wahrer Erfolg!

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